Fahrt nach Puerto de la Cruz: Masca, Teno, Garachico, Icod

19. November 2005

Transfertag. Es geht weiter nach Puerto de la Cruz. Die Sonne scheint.

Zunaechst geht es nach Masca. Ein enges halsbrecherisches Straesschen fuehrt hinunter ins Mascatal. Es kommen auch gerne mal Reisebusse entgegen, das macht es spannender. Das Dorf selbst ist tatsaechlich sehr idyllisch gelegen - von dort geht eine mittelschwere Wanderung durch den Barranco runter zum Meer. Nichts fuer Kniegeschaedigte - leider.

Die Sonne wird so langsam von Wolken verdraengt, als es weiter durch das Tenogebirge geht. Hier sieht man wunderbar die unterschiedliche Vegetation. Am Suedhang karg, am Nordhang gruener und saftiger.

Von Buenavista del Norte aus geht eine atemberaubende Kuestenstrasse durch den Fels bis nach Punta de Teno, der Nordwestspitze der Insel. Es faengt an zu nieseln - wie gut, dass ueberall davor gewarnt wird, auf dem eigentlich gesperrten Straesschen sei bei Regen und Wind mit Steinschlag und Schlammlawinen zu rechnen. Es ist trotzdem viel Verkehr und ausserdem nieselt es ja nur - sag ich mal so.

Der Mut wird belohnt. Am Ende der Strasse steht ein Leuchtturm auf einem Felsen und links und rechts ist das Meer. Richtung Sueden sieht man hohe Klippen bis hin zu Los Gigantes, das gar nicht weit scheint. Auf der anderen Seite ist das Meer sehr rauh und die Brandung und Gischt erinnern mich sehr stark an Irland - der Nieselregen tut sein Uebriges.

Weiter geht es nach Garachico. Zuerst ein Imbiss im Isla Baja - eine ganz nette Bar mit Meerblick (wenn es nicht regnet). Der Wirt sieht ein bisschen aus wie dieser Schauspieler aus Dresden. Ich lerne endlich, dass ein Caffe macchiato hier Cortado heisst.

Gegenueber ein Minicastel, Eintritt 60 Cent, das muss belohnt werden, es gibt jede Menge Infos zum Staedtchen, zu Vulkanismus, Fauna und Flora der Gegend. Daneben ein Traum: aufregende Meerwasserbecken, die ueber gepflasterte Pfade miteinander verbunden sind. Bei der aufgewuehlten See heute entstehen grosse Wellen, Brandung und riesige Gischtfontaenen - das gleiche vor der kleinen Insel nicht weit weg. Dort sieht man spaeter bei etwas Sonne sogar einen Regenbogen.

Koennte ewig hier bleiben, reisse mich aber los und weiter gehts nach Icod de los Vinos. Der Drago (Drachenbaum) ist nicht sooooo spannend, aber dafuer der botanische Garten mit den vielen kleinen und winzigen Pfaden umso ent-spannender.

Der Tag war lang, jetzt ab nach Puerto de la Cruz. Das Hotel liegt mitten im Altstadtgewirr. Nur Einbahnstrassen und null Parkplaetze. Das Hotel Monopol selbst ist wunderbar, viel schoener als das vorige. Das Zimmer ist kleiner, ebenso das Bueffet, dafuer schmeckt es aber besser und das Personal ist sehr freundlich. Nur: Irgendwie gibt es hier nur Rentner. In ganz Puerto de la Cruz gibt es nur deutsche Rentner. Ich bin im falschen Film. Sitze nun bei Live Gitarrenmusik im Patio mit vielen exotischen Pflanzen. Auf den vielen Treppen hier hab ich mich schon mehrfach verlaufen. Mal sehen, ob ich das Bett finde.

© klee
Blick ins Masca-Tal - am Horizont La Gomera

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La Masca - Blick in den Barranco

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Weiterfahrt durch das Teno-Gebirge

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Küstenstrasse nach Punta de Teno

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Nordwestspitze Teneriffas

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Garachico: Meerwasserschwimmbecken


© klee
El Drago Millenario in Icod de los Vinos
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