TER -> FLW: Beste Sicht auf die mittlere Gruppe

1. November 2010

Terceira - Flores

Die Nacht war sehr erholsam. Warm und trocken, einfach angenehm bei offenem Fenster schlafen zu können.

Gegenüber vom Flughafen geniessen wir ein typisches Frühstück mit Galão und Croissant. Bei der Sicherheitskontrolle ist viel los - es ist Feiertag und alle scheinen zu reisen.

Dann wie immer auf Terceira zu Gate 2 und ab in den Flieger nach Flores. Soll ich rechts oder links sitzen? Ich entscheide mich für rechts. Und es lohnt sich. Zum Glück sind die Anschnallzeichen schon erloschen, als links Pico und São Jorge, später Faial auftauchen. Und kaum bin ich an meinem Platz zurück, liegt genau unter uns Graciosa. Ich schaue direkt in die Caldeira hinein und kann all die bekannten Orte gut erkennen: Carapacho und Praia, die vorgelagerten Inseln, den Leuchtturm an der Ponta da Barca, die Landebahn und den Porto Afonso.

Und wieder habe ich Glück, wir fliegen von Norden her an Flores heran und sehen Corvo unter einer imposanten Wolke sowie die Nordostküste der Blumeninsel.

Der Koffer kommt schnell heraus, währenddessen teste ich das kostenlose WLAN. Signal schwach, aber es funktioniert.

Mit einem Umweg über den Supermarkt in Santa Cruz an der Ostküste, wo übrigens traumhaft schönes Wetter herrscht, geht es über das wolkenverhangene Hochland an die Westküste - in mein geliebtes Fajã Grande. Es ist trocken, aber der Himmel ist bedeckt. Nur draussen auf dem Meer sieht man die Reflexion der Sonne auf dem Wasser.

Bei einem Espresso sitzen wir und erzählen ein wenig. Doch dann zieht es mich hinaus.

Jetzt im November geht die Sonne ja schon früh unter (ca. 18 Uhr) - also möchte ich die Zeit noch nutzen und gehe erst zum Meer hinunter, dann beginne ich die Runde um Fajã Grande herum.

Das Meer ist relativ ruhig, der Wind kommt von Süd oder Südwest, was auch die Wetterverteilung auf der Insel erklärt. Es bleibt aber trocken und ich steige vorbei an Weiden hinauf und schliesslich durch verlassene Gärten, die inzwischen zu Lorbeerwäldern geworden sind, wieder hinab - nach Cuada und noch weiter bis zum Abzweig nach Fajãzinha.


Die vom Sonnenuntergang beleuchtete Steilwand der Fajã Grande ... © klee

Ein wahres Farbspektakel beginnt. Endlich kommt die Sonne unter der Wolkendecke hervor und taucht den kleinen, in das Tal eingebetteten Ort in wunderbar warme Farben.

Nun aber schnell zurück, bevor es zu dunkel wird für diese steinigen und holprigen Wege. Im Ort hat heute nur das Restaurante Occidente geöffnet. Das andere unten am Hafen ist geschlossen. Der Bacalhau samt Beilagen ist leckerer als erwartet. Was will man mehr an seinem ersten Urlaubstag?

© klee
Weihnachtsstern

© klee
Graciosa von oben

© klee
Corvo unter Wolke

© klee
Blick aus dem Fenster

© klee
Abendlicht in Fajãzinha

© klee
Steilwand im Abendlicht
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