São Miguel - Thermalbad im Meer bei Ferraria

13. November 2010

São Miguel - Stadtbummel in Ponta Delgada und Wellness in Ferraria

Ein wenig Bummeln durch Ponta Delgada. Zum Markt, in dem man ganz normal einkaufen kann, ohne gleich geneppt zu werden, wie z.B. in Funchal auf Madeira. Und weiter durch die Gassen, zwischen den schick renovierten und den alten, verfallenen Häusern.

Nachmittags dann ist Badeurlaub angesagt. Zuerst gehe ich zum Leuchtturm an der Westspitze, Ponta da Ferraria bei Ginetes. Leider ist niemand da außer dem braven Hund, der auf der Mauer in der Sonne döst und mich ausnahmsweise einmal nicht anbellt.

Dann der kurze Spaziergang hinunter zu den Thermen. Ganz neu wirkt alles. Den Außenpool kann man von oben sehen. Aber zuerst gehe ich noch weiter zum Meerwasserbecken. Auf Flores wurde mir erzählt, wie dieser Ort hier noch vor gar nicht allzu langer Zeit nur abenteuerlich zu Fuß zu erreichen war, bis man die Straße baute. Denn im Thermalwasser baden konnte man hier schon früher, nämlich in dem geschützten, natürlichen Pool mit Meerwasser, in den unter den Steinen hervor warmes Thermalwasser fließt.

Da der erste große Sturm im letzten Winter die ganzen schönen neuen Holzplattformen einfach zerbröselt hat, muss man wie eh und je über die Lavafelsen klettern. Mit blanken Füßen etwas unangenehm, dafür ist der Erstkontakt mit dem warmen Wasser umso besser. Einfach herrlich, über eine Stunde schwimme ich hier. Ein paar andere Leute sind auch da, es ist Samstag.

Die Wellen, die vorne an der natürlichen Barriere ausgebremst werden, werden immer höher. Um 13.30 Uhr war Niedrigwasser, jetzt steigt der Meeresspiegel langsam an und somit wird auch das Wasser ein klein wenig kühler. Also raus aus dem Wasser, ich möchte mir ja auch die neuen Thermen noch ansehen.

Der Eintritt in die Wellness-Oase soll 30 Euro kosten für 4 Stunden. Da ich nicht mehr so viel Zeit habe, lasse ich das und begnüge mich für 5 Euro mit dem Außenpool, der eine sehr angenehme Temperatur bietet. Leider kann man vom Pool aus das Meer nicht sehen. Aber hören kann man es und manchmal kommt etwas Gischt. Oder ist es Sprühregen? Man weiß es nicht. Über mir zeigt sich blauer Himmel neben dunklen Wolken im schnellen Wechsel.

Dann (kalt) duschen und noch einen wärmenden Galão in der Bar trinken. Das Restaurant wird wohl erst im Winter eröffnet werden, ein Koch soll gefunden worden sein (wie ich am nächsten Tag im Flieger höre). Ich gehe mal etwas vor der verabredeten Zeit hinaus und natürlich, da steht das Taxi schon. Das sollte man immer einplanen, die Taxis sind hier einfach immer zu früh ... Auf dem Rückweg hilft der Taxifahrer noch ein paar Touristen, die mit ihrem Mietwagen liegen geblieben sind. Der Verleiher kommt dann auch dazu und alles ist geregelt.

Am Abend bin ich verabredet (nach so vielen Jahren Azorenurlaub gibt es immer wieder schöne Überraschungen sowie spannende Zusammenkünfte) und wir gehen ins Colegio, das wir beide noch nicht kennen. Das Restaurant ist eine angenehme Abwechslung zu den üblichen Restaurants auf den Azoren: Die Karte bietet neben Fisch und Fleisch auch Mittel- bzw. Südeuropäisches und dazu gibt es kubanische Live-Musik.

Das war der letzte, wirklich wunderbare Abend und nun bleibt nur noch den Rest wieder einzupacken und sich auf eine kurze Nacht einzustellen.

© klee
Typisch

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Kanten und Ecken

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AÇORES

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Ponta da Ferraria

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Termas da Ferraria

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Meerwasserbecken
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