Terceira -> Graciosa

21. Dezember 2009

Reise zur wohl erholsamsten Azoreninsel Graciosa

Auch diese Nacht hat es gestürmt und geregnet, aber der Morgen ist o.k.. Wir kommen nochmal in den Genuss eines extra leckeren Frühstücks in der Quinta da Dotty.

Leider müssen wir das kleine Paradies schon verlassen, aber wir freuen uns riesig auf Graciosa. Um 10.30 Uhr soll der Flieger gehen. Am Flughafen sind einige Menschen, aber alles ist gelassen. Unser Flug hat ca. 30 min Verspätung. Das soll sich später als Vorgabe für unsere weiteren Flüge herausstellen.

Gate 2 wird im Laufe der Reise fast unsere 2. Heimat werden. Da muss man immer durch, wenn man in der mittleren Inselgruppe der Azoren unterwegs ist - noch dazu im Winter, wenn kaum Fähren gehen.

Endlich können wir einsteigen und dann geht in die Luft. Kaum ist man oben, kommt schon Graciosa in Sicht.

Wir sehen die Ilhéu de Baixo, die Ilhéu da Praia und dann die Landebahn. Uns wird klar, dass wir wohl von Norden anfliegen werden und somit den Leuchtturm an der Ponta da Barca ganz nah aus der Vogelperspektive sehen werden, mehr noch, wir fliegen einmal fast drumherum. Ein echtes Highlight. Dann die Landung, alles wunderbar.

Mit dem Taxi fahren wir auf die andere Seite der Insel. Zuerst liefern wir Dottys leckeren Stollen auf der Quinta Perpétua ab. Ein sehr schönes Anwesen, das können wir schon sehen, bald sollen wir es genauer kennenlernen.

Ein Stopp beim Supermercado muss auch noch sein.

Dann aber geht es endlich zur Quinta da Gabriele, wo wir inzwischen zum dritten Mal unterkommen und uns immer sehr wohl fühlen. Wir stellen die Taschen ab und sind schon angekommen.

Nach einem wunderbaren Mittagsmahl und Café zieht es uns hinaus. Den Nachmittag wollen wir gleich für einen Ausflug nach Carapacho nutzen, am Meer entlang, wo die Wellen an die Küste branden.

Haushund Seixta, der auch schon im Müller Reiseführer erwähnt wurde, begleitet uns und wartet brav, bis wir unseren Galão in der Snackbar Dolphin getrunken haben, sogar Queijadas gibt es.

Obwohl es bis vor kurzem noch minimal genieselt hat (oder war es die Gischt), ist es nun trocken und wir wollen auf der Terrasse sitzen. Einfach herrlich, ein echter Genuss.

Dann schweift mein Blick hinauf zum Leuchtturm. Es ist noch genug Zeit und das Wetter sieht auch o.k. aus. Also gehen wir hinauf, in der Nähe des Dolphin führt ein Weg hinauf - zuerst betoniert, kurz danach als Grasweg. Seixta scheint genau zu wissen, wohin es gehen soll. Er zieht uns fast hinauf.

Oben an der Klippe der Ponta da Restinga ist es natürlich windig, aber der Blick ist wie immer großartig. Schließlich kommt sogar die Abendsonne unter der Wolkendecke hervor und lässt die bunten Farben der Felsen leuchten. Die unzähligen blühenden Aloe Vera wirken wie ein loderndes Kaminfeuer.

Zurück in der Quinta genießen wir den Abend bei sehr gutem Essen - immer wieder erstaunlich gut, was sich alles kombinieren lässt und zu einem echten Gaumenschmaus wird.

Nach diesem wunderbaren ersten Abend gehe ich schlafen und als ich etwas später aufwache, wird mir klar, was mit "unangenehm aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit" gemeint ist. Ich ziehe mir noch eine Lage Fleece sowie Wollsocken an und kann nun prima schlafen.

© klee
Anflug von Norden
Blick auf die Ponta da Barca

© klee
Wellen vor Carapacho

© klee
Wiesenweg zum Leuchtturm

© klee
Ponta da Restinga

© klee
Südküste Graciosas

© klee
Winterfeuer
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