Graciosa -> São Jorge

28. Dezember 2009

Weiterreise nach São Jorge mit Zwischenstopp auf Terceira

Wir haben so ein Glück - heute mal kein Sturm - dafür das übliche, wechselhafte Wetter. Sind unter den ersten am Flughafen, wie so oft. Nicht weiter ungewöhlich ist auch die Ansage, dass sich der Flug etwas verzögern wird. Also warten bei Weihnachtsmusikbeschallung. Irgendwann beginnt die Sicherheitskontrolle, dann wieder warten. Der Flieger kommt. Leute steigen aus. Ankommende und Abreisende winken sich zu. Ein Baby wird stolz durchs Fenster gezeigt. Mit ca. 1 Stunde Verspätung starten wir.

Der Hüpfer nach Terceira ist eher unspektakulär abgesehen von der tollen Sicht auf die Ponta da Barca mit dem Leuchtturm, dahinter der Flugplatz und später ein kurzer Blick in die Caldeira.

Wir fliegen einmal um die Landebahn in Lajes und landen dann von Osten her. Raus aus dem Flieger und wieder warten. Gehen an Board des Fliegers Richtung São Jorge, alle sitzen, das Wetter sieht gut aus - was auch ein Anruf auf São Jorge bestätigt. Kurz redet die Crew miteinander, einer verdreht die Augen und wir müssen alle wieder raus aus dem Flieger. Meine Vermutung ist ja, dass nicht das Wetter der Grund dafür ist.

Finden uns erneut in der Halle am Gate 2 wieder. Warten. Irgendwann boarden wir zum zweiten Mal. Wieder sitzen alle, ein paar Nachzügler kommen (aha!). Aber egal, endlich geht es los - aus dem Fenster ist ein Regenbogen zu sehen. Die Sicht ist gar nicht schlecht, blauer Himmel. Fliegen quer über São Jorge, die Westspitze ist schön zu erkennen, Linksdrehung und den Kanal zwischen São Jorge und Pico entlang, 180°-Kurve an der Ostspitze und dann ein Panoramaflug an der Südküste der Insel entlang. Landung o.k. - jedenfalls keine Hüpfer wie beim letzten Mal.

Treffen in der Halle auf die Vermieter, die uns von dramatischen Geschichten erzählen, von vermisstem Gepäck, Flugverspätungen und langen Stunden auf dem Flughafen. Nochmals denke ich, was wir doch für ein Glück haben, dass unser Flug heute geklappt hat - mit läppischen zwei Stunden Verspätung.

Nutzen die Nachmittagsstunden und besuchen die Westspitze Ponta dos Rosais sowie den schönen Aussichtspunkt, von dem aus man unzählige Fajãs der Nordküste sehen kann. Inklusive Steine-aus-dem-Weg-Räumen und Wasserlochtiefe-Antesten.

Abends gehen wir ins Restaurante Velense beim Hafen in Velas. Sehr freundliche Leute dort, gutes Essen und sagenhafter Nachtisch. Aber - es ist kalt. Draußen sind vielleicht 10°C und die Türen stehen offen. Müssen uns mit einem Spaziergang erst einmal aufwärmen. Bei Langzeitaufnahmen stellen wir fest, dass der Pico fast wolkenfrei ist. Ich meine, einen Blitz wahrzunehmen, komme da aber noch nicht auf die Idee, dass es ein Gewitterblitz sein könnte.

In der Unterkunft spüren wir, wie unangenehm es in diesen Häusern wird, wenn man überhaupt nicht heizt. Es ist aber auch eine der kältesten Nächte bisher. Nachts schüttet es und es gibt ein paar Donnerschläge. Es gewittert tatsächlich. Damit hätte ich nun nicht gerechnet.

© klee
Aufgehende Sonne

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Flughafen Graciosa

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Vorbeiflug am Leuchtturm

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Blick zurück zum Flughafen

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Zwischenstopp auf Terceira

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Abenteuertrip zum Westend von São Jorge

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São Jorges Nordküste

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Weihnachtsbeleuchtung in Velas

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Blick zum Pico bei Nacht
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