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Fischfels bei Caloura

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Empfang auf der Ilhéu bei Vila Franca

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Vogelgebiet

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Anflug

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Ilhéu da Vila Franca

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Noch ne Kima

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Ein Bad im Thermalpool in Furnas

Ilhéu da Vila Franca und ein Bad in Furnas

30. September

São Miguel

Der letzte Tag bricht an. Ich stehe auf und dusche, nach dem Duschen muss ich erstmal laut werden: "Die Insel ruft!" Danach tut sich was und es gibt erstmal Frühstück. Im Caloura Resort sitzt man schön mit Blick auf das Meer, den Pool bzw. die Küste. Allerdings hinter Glas, was aber heute ganz o.k. ist. Es gibt - wie in solchen Hotels üblich - Buffet. Lecker, aber die Feigenmarmelade auf Graciosa war unvergleichlich besser.

Nach dem Frühstück erkunden wir ein wenig den Garten, der in einen Bereich mit halb gepflegten, halb verwilderten Steinmauerfeldern übergeht. Nach einem Gatter kommt man auf die Lavafelsen, die ganz hinunter auf Meereshöhe führen. Eine schöne Anlage, es macht Spaß hier hindurchzuspazieren.

Auf dem Weg hinauf treffe ich auf ein noch junges, deutsches Pärchen (Rheinland). Von weitem hör ich ihn schon sagen: "Da kannste aber alleine runtergehen." Deja vú - das ist der Grund, warum ich nicht so gerne in solchen Hotels bin, auch wenn sie noch so schön sind. Aber ich höre einfach weg. ;-)

Heute wollen wir also auf die kleine Insel vor Vila Franca do Campo. Dazu fahren wir erst einmal nach Vila Franca und gehen zum Hafen. Dann ein Schock, der Hafen wird vergrößert und ist eine einzige, riesige Baustelle. Unten am alten Kai stehen einige Fischer und ein paar Leute, die aussehen wie portugiesische Touristen. Da sind wir also richtig. Nach wenigen Minuten kommen die Bootsführer und wir steigen ein. Die Fahrt dauert nicht lange und schon sind wir auf der Ilhéu. Eine junge Möwe begrüßt uns an der Einfahrt in die Inselbucht.

Wir besichtigen die wirklich kleine Insel, ich klettere hinauf, soweit ein Pfad sichtbar ist. Es ist sehr steil, aber von oben hat man eine tolle Sicht auf das innere Rund. Dort oben nisten viele Vögel und zur Brutzeit sollte man bestimmt nicht dort hinauf. Ich rutsche auf dem glatten Gras wieder nach unten, das geht schneller.

Bald ist eine Stunde um, das Boot kommt wieder, wir fahren damit zurück. In Vila Franca trinken wir - mal wieder - einen Galão und eine Kima mit Blick auf den Hafen. Bis auf den Baulärm eine entspannende Sache. Auf dem Rückweg sehen wir eine von der Polizei abgesperrte Gasse, es sind viele Dachdecker auf den Dächern und Leute auf der Straße. Wir wissen nicht, was dort los ist.

Zurück am Auto spricht uns ein Mann an, der seiner Aussage nach lange Zeit in Fall River, Massachusetts gelebt hat. Wir unterhalten uns ein wenig, er trägt ein Sponge-Bob-T-Shirt.

Die zweite Station heute ist Furnas und ein Bad im Thermalpool. Es sind einige Skandinavier und Deutsche da, manche davon aus unserem Hotel. Wir haben unseren Spaß unter dem Massagezufluß und beim Fotografieren mit Selbstauslöser in der gelben Brühe. Dabei werden drei Fotografen aus England auf uns aufmerksam. Sie schießen für diverse Magazine und fragen uns, ob der Pool empfehlenswert sei. Sie scheinen nicht davon überzeugt.

Nach dem Duschen spazieren wir noch ein wenig durch den wunderbaren Park mit unglaublich alten und großen Bäumen. Ich möchte danach noch die Brunnen sehen, aus denen angeblich lauter Heilwasser fließen, die für die unterschiedlichsten Krankheiten Heilung versprechen. Diese befinden sich bei den Caldeiras, sie sind mir nur damals nicht aufgefallen.

Zum Abendessen fahren wir wieder nach Vila Franca, folgen der Empfehlung aus dem Müller Reiseführer und gehen ins Atlantico. Es befindet sich direkt am Hafen und ist - abgesehen vom guten Essen - auch momentan eine prima Emfpehlung für Väter mit Söhnen, die gerne große Bagger beim Große-Steine-Schleppen beobachten. Die buddeln nämlich direkt vor dem Restaurant. Aber sowas ist ja zum Glück kein Dauerzustand. Das Essen ist wirklich sehr gut und ich esse zum Abschluss endlich mal einen Flan.

Es ist schon dunkel, als wir nach Caloura zurückkommen. Wir wollen noch hinunter zum Hafen, aber der Weg ist gesperrt, also drehen wir eine andere Runde. Unten am Meer steigen wir nochmal aus und beobachten das nächtliche Meer und das erleuchtete Ponta Delgada in der Ferne.

Dann Hotel, Packen, Wecker stellen.
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