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Araça und Weintrauben

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Auf dem Weg zum Porto Afonso

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Meerwasserbecken bei Vitoria

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Ilhéu da Baleia, Ponta da Barca

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Barro Vermelho, roter Lavastrand

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Insel der Windmühlen

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Santa Cruz

Buntes Felsgestein an der Nordküste

25. September

Wanderung Ribeirinha, Porto Afonso, Farol Ponta da Barca und Santa Cruz

Wieder Frühstück auf der Terrasse. Diesmal gibt es sogar selbstgebackenes Brot zu den selbstgemachten Marmeladen. Ein Traum.

Wir überlegen wieder, was wir so machen könnten. Da wir beide nochmal die Nordküste sehen möchte, steht die heute auf dem Plan. Wir werden Nutznießer des Zigarettenholens und beginnen unsere Wanderung in Ribeirinha. Auf dem Weg dorthin und auch dort sehen wir, wie auf der Insel Unkrautvernichtungsmittel an die Straßenränder gesprüht wird. Ein Versuch, der sprießenden Natur Einhalt zu gebieten. Wir sehen auch einen Herrn, der die Allebäume überprüft. Warum auch immer.

Kaum ein paar Schritte gegangen kommen wir an ein paar Leuten vor einer Hütte vorbei, wo sie offensichtlich gerade Wein herstellen. Nur für den Eigenbedarf. Wir kommen über "Bom dia" - "Boa tarde" - "Nee, es ist noch vor 12 also bom dia" ins Gespräch und erzählen ein wenig. Er hat in den USA gearbeitet, auch mit Deutschen, kann aber kein Wort Deutsch. Wir bringen ihm "Guten Morgen" bei. Sie hingegen interessiert sich vorranging dafür, ob wir verheiratet seien und Kinder haben. Das ist das wichtigste Thema überhaupt noch lange vor dem Wetter.

Dann dürfen wir kurz in die Hütte hineinsehen und ein paar Trauben probieren, die sehr vielversprechend schmecken. Danach ziehen wir weiter die Straße hinunter. Sie führt direkt zum Porto Afonso, wo wir diesmal auch wieder teilweise Gegenlicht haben, aber da die Sonne scheint, sind die roten und gelben Farbtöne umso intensiver. In der Bucht daneben gibt es wieder schöne Wellen und interessante Felsformationen zu bestaunen.

Wir gehen weiter. Obwohl diese Wanderung nur an der Straße entlang führt ist sie sehr schön und bietet viele interessante Ausblicke und Besonderheiten. Um die Füße zu schonen, kann man größtenteils auf dem begrünten Seitenstreifen gehen.

Als nächstes kommen wir zu den Meerwasserbecken von Vitoria. Man geht über eine freischwebende Betontreppe nach unten. Zum Baden ist es allerdings sehr klein und flach, draußen wiederum ist es zu rauh trotz schönster Sonne und blauem Himmel. Wir gehen wieder zurück zur Straße, durch Vitoria hindurch, wo ein überdimensionierter Dorfplatz gebaut wird und kommen zum Leuchtturm an der Ponta da Barca. Hier durften wir letztes Jahr auf den Leuchtturm hinauf. Dieses Jahr ist niemand da, aber der Walfelsen ist auch so beeindruckend.

Ich würde gerne auf den Barro Vermelho steigen, aber wir finden keinen Weg hinauf. Genau betrachtet sieht er auch nicht so aus, als könnte man da so einfach hoch, es ist nur ein schmaler Grat übrig. Aber dahinter geht ein Weg zur Steilküste, wo man nochmals einige interessante Felsformationen sehen kann.

Danach folgt ein Küstenabschnitt, wo man wieder sehr schön Wellen beobachten kann und kurz danach der schöne rote Lavastrand samt Picknickplatz. Während wir die Straße weiter gehen und ich die Finger voller Sonnencreme habe, hebt gerade der Flieger direkt neben uns ab und fliegt direkt über uns hinweg. Und ich habe keine Chance, die Kamera schnell genug in die Finger zu bekommen.

In Santa Cruz angekommen, nach knapp 16 km und doch einigen zusammengeläpperten Höhenmetern, gönnen wir uns Galões und Queijadas. Lecker!

Abends sind wir bei unseren lieben Gastgebern zum Frischfischessen eingeladen. Wunderbar. Hätten die beiden ein Restaurant, man könnte es sofort weiterempfehlen. Auch die Vorspeise (Dips) samt Dekoration (Dill, Mangold und Portulak) ist lecker. Zum Fisch gibt es gebackene Sesamkartoffeln und als Nachspeise Bananen mit Likör und Eis. Uns könnte es kaum besser gehen.
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