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Quinta de Gabriele, Carapacho

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Furnas do Enxofre

© Birgit T.
Der Treppenschacht in die Höhle

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Caldeira

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Ilhéu da Praia

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Freundlicher Helfer

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Steilküste beim Farol do Carapacho

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Ilhéu de Baixo

In und um die Caldeira (PR2GRA)

24. September

Wanderung PR2GRA in die Furna do Enxofre, rund um die Caldeira bis zum Farol do Carapacho; Meerwasserbecken

Beim Aufwachen sehe ich zuerst zu dem kleinen Fensterchen, das offen steht und in dessen einem Flügel sich das blaue Meer spiegelt. Ein Bett mit Meerblick sozusagen ;-)

Heute frühstücken wir auf der Terrasse. Das ist so schön! Sibylle pfückt extra jeden Tag frische Feigen und Bananen. Die Caldeira direkt hinter uns scheint frei von Wolken zu sein, also beschließen wir, heute die Caldeira zu besuchen. Diese Wanderung haben wir letztes Jahr schon einmal gemacht, aber es gibt ja Variationsmöglichkeiten.

Wir beginnen bei der Höhle (Furna do Enxofre). Dort befindet sich im Moment eine Baustelle, ein Infozentrum soll entstehen. Wir nehmen den kurzen, steilen Weg durch den Wald und können von oben schon Stimmen aus der Höhle hören. Der Wächter scheint also gerade mit ein paar Besuchern unten zu sein. Am Eingang zum Treppenschacht treffen wir ihn und die Nonne und den Priester, die mit uns im Flieger saßen. Wir warten kurz und er geht wieder mit uns nach unten, macht wieder das Licht an etc. Er erzählt uns pausenlos auf Portugiesisch über die Höhle. In ein paar Jahren werde ich vielleicht alles verstehen ...

Im Gegensatz zum vorigen Jahr ist der Gaswert nicht hoch, es ist also unbedenklich, sich in der Höhle aufzuhalten und er spielt nicht mehr andauernd mit dem Feuerzeug. Das Blubberschlammloch ist viel tiefer und die Höhle insgesamt ist nicht so feucht, da der Sommer überall auf den Azoren 2008 sehr trocken war. So langsam steigen wir die Treppen wieder hoch.



Wir gehen die Straße zurück zum Tunnel und dann das kurze Stück zum Picknickplatz mit kleinem Wildgehege. Auch dort wird momentan gebaut. Der in der Karte eingezeichnete See ist nur schwach am Pflanzenbewuchs zu erkennen - auch er scheint ausgetrocknet.

Danach gehen wir alles zurück, durch den Tunnel und hinauf zum Durchlass in der Kraterwand "Furna da Maria Encantada". Ein schöner Blick von oben in die Caldeira. Diesmal gehen wir andersherum um die Caldeira, also Richtung Praia. Den Abzweig nach Fenais, wo man schemenhaft Terceira sehen kann, lassen wir links liegen, denn ich möchte zu dem schönen Aussichtspunkt, von dem aus man sowohl die Ilhéu da Praia als auch die Ilhéu de Baixo sehen kann.

In dem Moment als ich diesen Anblick fotografiere, kommen zwei Einheimische über die Wiese hoch. Ist dies die Chance eines direkten Weges nach unten. Ich frage also höflich, ob es einen "Caminho" gebe. Die beiden (Mann und Frau) erklären uns, dass es dort viel Gestrüpp und hohes Gras gebe, was man wohl Touristen nicht unbedingt zumuten möchte. Wir haben auch nicht wie sie Stock und Schirm dabei. Dann fällt ihm ein, dass wir etwas weiter vorne über die Weiden gehen könnten und er begleitet uns dorthin und sogar noch ein Stück den Berg hinab. Es ist wunderschön so über die Wiesen zu streunen, direkt auf den weit unter uns liegenden Hügel mit dem Leuchtturm zu. Schließlich verabschiedet sich unser freundlicher Helfer und wir gehen weiter hinab bis zum Leuchtturm. Der Blick von der dortigen Steilküste ist und bleibt atemberaubend.

Schließlich gehen wir einen alten Pfad nach Carapacho (ca. 10 km heute insgesamt) hinunter, müssen aber etwas suchen, denn obwohl der Ort zu sehen ist, ist der Weg nicht immer so klar. Einmal rutsche ich auf dem losen Lavageröll aus und habe Brombeerstacheln überall. Zum Glück kann ich unten gleich ins Meerwasserbecken springen, das desinfiziert und vor allem kühlt es die heißgelaufenen Füße. Das Thermalbad hat leider schon zu, aber ein Bad dort werden wir sicher an einem der folgenden Tage noch nehmen.

Da wir schon einmal da sind, gehen wir in der Snackbar Dolphin essen. Es gibt Steak mit Fritten und einen Lulas-Camarão-Spieß mit Kartoffeln. Auf dem Weg in die Quinta sehen wir die Lichter von São Jorge. Angekommen legen wir uns noch auf die Liegestühle und beobachten den herrlich klaren Sternenhimmel.
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