© klee
Zisterne und Nordküste

© klee
Caldeirinha

© klee
Miradouro an der Caldeirinha

© klee
Wanderweg bei Boavista

© klee
Die Caldeira von Praia aus

© klee
Praia, Hafen

© klee
Rotweinlikör von und auf der Quinta

Durch verlassene Gärten (PR1GRA)

23. September:

Wanderung PR1GRA von der Caldeirinha über Boavista nach Praia

Es ist noch ein wenig stürmisch und wir frühstücken im Haus. Es gibt Feigen und Bananen, Honig, Feigenmarmelade, selbstgemachte Wurst und viele weitere Leckereien.

Wir überlegen, was wir heute wohl machen können. Wir fahren mit zur Wasserquelle unterhalb der Caldeirinha. Dort füllen auch wir unsere Flaschen für die erste Wanderung auf.

Zunächst gehen wir das kurze Stück zur Caldeirinha hinauf und umrunden diese. Man überblickt fast die gesamte Insel. Wir sehen ein Flugzeug landen und einen Pferdewagen zur Wasserstelle fahren.

Danach geht es zurück zur Zisterne, wo ein interessantes ungenutztes Waschhaus steht. Von dort folgt man der Straße ein Stückchen.

Kurz bevor es links einen Grasweg hinunter geht, treffen wir auf 3 Männer, die eine Steinmauer neu aufbauen.

Auf dem Grasweg machen wir eine kleine Pause und essen ein paar Brombeeren, die um uns herum über die Steinmauern wuchern.

Weiter unten kommen wir an einem Hof vorbei und an einem Pferd, das mit Kette und Fußfesseln am Gehen gehindert wird. So schön es hier auch ist, der Umgang mit Tieren ist manchmal fragwürdig.

Der Weg mündet in Guadalupe in die Hauptstraße und geht nach einer großen Araukarie links wieder in einen Grasweg über.

Wir wandern wie durch eine verwunschene, fast vergessene Landschaft. Ganz wenige Felder sind noch genutzt, links und rechts sehen wir unzählige überwachsene Gärten, Steinmauern und Steintore. Hier sind früher sicher einmal unglaublich viele Früchte geerntet worden.

Der Weg geht weiter und weiter, bis wir die große Caldeira sehen und dann das Meer.

Am Wegesrand buddeln wir die Knollen einer Schulmädchenblume aus. Die sind ganz schön groß. Ob wir die wohl noch in den Koffer bringen? Geschweige denn in Deutschland zum Blühen bekommen?

In Praia angekommen, nach ca. 7 km und ca. 350 Höhenmetern bergab und ein paar bergauf, trinken wir den üblichen Galão, sehen uns den Hafen und die Windmühlen an und bleiben ein wenig am ziemlich dezimierten Strand.

Dabei sehen wir zwei junge Leute, die im Hafen Wasserproben nehmen - sehr löblich. Wir fragen sie nach einem Restaurant und werden auf eines ganz in der Nähe verwiesen, das nicht sofort als ein solches zu erkennen ist.

Das Essen ist gut, wir waren die ersten Gäste, aber der Laden füllt sich schnell. Wie immer läuft die Glotze.

Schließlich bringt uns ein Taxi wieder nach Carapacho, wo wir noch auf der Terrasse sitzen und Rotweinlikör schlürfen. Harald gesellt sich noch ein wenig zu uns und wir plaudern so über dies und das.
» Nächster Tag
« Voriger Tag