Caldeirinha und Serra Branca

6. Juli: Graciosa

Der Tag beginnt etwas frisch, so dass wir im Haus frühstücken. Vom Tisch aus hat man einen wunderbaren Blick auf ein Fenster, in dem man nur das Meer sieht. Ein herrlicher Ausblick, den sogar die Hunde zu lieben scheinen.

Wanderung von der Serra Branca nach Luz. Obwohl bis zu einer bestimmten Höhe inzwischen die Sonne scheint, starten wir genau ein paar Höhenmeter drüber in einer Wolke und wandern hinauf zum Windpark. Es gibt ein unheimliches Geräusch, das sich als das Drehen der Windräder herausstellt, die man durch die Wolke nicht sieht.

Oben bei der beeindruckenden Caldeirinha ziehen die Wolken kurz auf und geben den Blick auf die Nordwestküste frei. Wir gehen einmal um die Caldeirinha herum, die zwar keinen großen Durchmesser hat, aber dafür sehr tief zu sein scheint. Immer wieder haben wir schöne Ausblicke auf die Inselmitte bis hin nach Santa Cruz im Nordosten und auf die Nordküste samt Barro Vermelho und Leuchtturm an der Ponta da Barca.

Etwas unterhalb der Caldeirinha und des Windparks beginnt ein alter Eselpfad. Wir gehen den Caminho Velho hinunter, der mehrfach die Straße kreuzt. Bei Faja verlassen wir kurz den "alten Weg" und machen einen Abstecher vorbei an Weiden und Kuhherden zur Felskueste, wo wir senkrecht nach unten zum Meer schauen können.

Wir gehen zurück und folgen weiter dem Caminho Velho, der sich bis hinunter nach Beira Mar zieht. Der Ort ist zwar ebenso verlassen, aber ein paar Leute haben sich dort in den alten Häusern Sommerresidenzen hergerichtet. Wir treffen auf zwei Bauarbeiter.

Mehr oder weniger experimentierfreudig versuchen wir ab von im Reiseführer erwähnten Pfaden über ein paar Lavafelsen die Verbindung zu einem anderen Weg von der Baia da Folga herüber zu finden. Wir finden tatsächlich einen schönen und offensichtlich benutzten Wiesenweg an der Steilküste, den wir dann aber doch nicht weitergehen, da nicht erkennbar ist, ob wir uns an einem abgerutschten Stück in Gefahr bringen würden oder nicht. Das probier ich vielleicht beim nächsten Mal aus.

Also alles zurück und auf konventionellem d.h. asphaltiertem Weg nach Luz. Kleiner Besuch bei den Luzianern. Da die Luftfeuchtigkeit generell sehr hoch ist, schwitzt man unweigerlich. Daher werden wir beim Einbiegen in die Straße gleich von vier Hunden mit lautem Bellen begrüßt. Zum Glück ruft der Besitzer sie wieder zurück.

Während wir auf der Terasse der Trautvetters bei Tee und Gebäck sitzen, wird der Blick auf die Nachbarinseln immer klarer. Wir sehen sie alle: Faial, Sao Jorge, Pico und Terceira. Wunderbar.

Abends essen wir in der Snackbar Dolphin eine Cataplana mit Sibylle. Lecker!! Lassen den Abend mit Rotwein ausklingen.
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