Porto Afonso und Ponta da Barca

4. Juli: Graciosa

Wieder genießen wir ein wunderbares Frühstück auf der Terasse. Karten werden konsultiert und die heutige Wanderung beschlossen.

Geplant ist eine Wanderung vom Porto Afonso über den Farol da Ponta da Barca nach Santa Cruz.

Wir starten an der Straße und gehen hinunter zum Porto Afonso. Dieser alte und nicht mehr großartig genutzte Hafen liegt in einer Bucht, in der man eine sehr spezielle Steilküste sehen kann. Die Felsen sind sehr porös und zeigen sich in den Farben schwarz, rot, ockergelb.

Da das Gestein so porös ist, hat man gar keine Bootshäuser gebaut, sondern nur Bootshöhlen gegraben. Ein Tor davor und fertig. Wir treffen unten nur 2 Angler an, die sich wohl das Mittagessen holen. Wie immer werden wir freundlich gegrüßt. Gleich vor Ort gibt es auch einen großen Grill, wo man bei Bedarf seinen Fang zubereiten kann. In der Asche liegt eine angekokelte Capri-Sonne-Verpackung mit deutscher Aufschrift.

Auf dem Weg zurück zur Straße machen wir einen Abstecher über die Lavafelder, von denen aus man verschiedene schöne Ausblicke auf das Meer und die Küste hat. Ganz langsam werden die Wolken weniger.

Gehen auf der so gut wie nicht befahrenen Asphaltstraße Richtung Santa Cruz. Finden auf der Höhe von Vitoria zunächst eine restaurierte Windmühle ohne Flügel und nur 5 Minuten davon entfernt sehr schön gelegene Meerwasserbecken (Baia da Vitoria). Das Schild "zona balnear" kann man nur aus Richtung Santa Cruz kommend lesen. Eine freischwebende Betontreppe führt hinunter zu den Becken. Wir bleiben eine Weile dort und halten die Füße ins Wasser. Es scheint Ebbe zu sein.

Wir gehen weiter Richtung Leuchtturm. Nachdem wir schon wieder ein Stück in inzwischen brüllender Hitze auf der Straße gegangen sind, hält ein kleiner Transporter an. Der Fahrer fragt, ob er uns mitnehmen kann. Bis zum Leuchtturm ist es nicht weit, wahrscheinlich unter 1 km, aber der Fahrtwind tut gut.

Auf dem Leuchtturm sehen wir Leute und denken uns: "Oh wie schön, da kann man sogar hoch." Es stellt sich aber heraus, dass gerade eine Inspektion stattfindet. Wenn wir eine Stunde warten könnten, dürften wir aber auch nach oben. Plötzlich aber geht es ganz schnell und wir dürfen sofort hoch.

Die Leuchtturmwächterin Angela erzählt uns und erklärt uns so einiges. Der Blick von oben ist atemberaubend und man sieht den Fels, der aussieht wie ein Wal (Ilhéu da Baleia). Danach machen wir noch Gruppenfotos von den Inspektoren mit der Leuchtturmwächterin, worum diese uns gebeten haben.

Den Barro Vermelho lassen wir links liegen, dort kann man bestimmt hoch, aber es ist einfach zu heiß. Ein Stückchen weiter finden wir einen roten Strand, herrlich gelegen und schön durch vorgelagerte Lavafelsen geschützt. Das Bad tut unheimlich gut.

Ein Stückchen weiter befindet sich eine Art Freibad. Wir gehen nochmal schwimmen in der Hoffnung auf Süßwasser, aber der Pool ist mit Salzwasser gefüllt. Egal, immerhin gibt es Duschen und der Eintritt kostet immense 50 Cent. Nochmal 50 Cent für einen Stuhl, den wir aber nicht nehmen.

Schlußendlich erreichen wir Santa Cruz, wo wir im Costa do Sol essen. Schönes Lokal und lecker Fisch.

Danach kurzer Spaziergang durch Santa Cruz bis zum "Rossio", Taxi rufen und zurück nach Carapacho.

Noch ein bisschen Sterne gucken und den Gelbschnabelsturmtauchern (Cagarros) zuhören auf der großen Terasse.
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