Die Caldeira von Graciosa

3. Juli: Graciosa

Aufwachen auf der Empore in der Casa Baleia (Walhaus - neben dran steht die Casa Golfinho ;-). Licht strömt durch alle Dach- und Seitenfenster. Die Caldeira hängt in Wolken.

Frühstück auf einer der wunderbaren Terassen mit Blick auf das Meer. Es gibt selbstgemachte Pomeranzenmarmelade, Bananen aus dem Garten und viel guten Kaffee.

Wanderung in und um die Caldeira. Können in die Furnas do Enxofre in Begleitung des Wächters. Er hat immer eine Kerze dabei. Der Kohlenmonoxidwert ist ziemlich hoch, wir können leider nicht zum Höhlensee hinunter, aber die Höhle - in die sich schon 1879 Prinz Albert I von Monaco durch ein heute noch sichtbares Loch abseilte - ist sehr beeindruckend.

Wanderung an der Caldeira-Außenwand mit schönen Ausblicken auf die Küste.

Gleich zu Beginn suchen (und finden) wir die Furna da Maria Encantada. Das Schild lag in der Kurve auf dem Boden, weshalb wir es nicht gleich gesehen hatten, außerdem hatten wir 2 unterschiedlich markierte Karten. Aber es war gar nicht weit von der Straße, die um die Caldeira führt, also einfach mal ein Stück hochgehen, da steht schon das Schild.

Geht man durch die Furna hindurch, kommt man wieder in die Caldeira hinein und kann nochmal den Blick in den Kessel genießen. Auf dem Kraterrand weiden Kühe im Nebel.

Wir gehen weiter um die Caldeira herum, zunächst noch mehr oder weniger in den Wolken, später klart es zunehmend auf und wir haben ab und zu sogar den Blick auf Sao Jorge und den Pico.

Kurz vor Praia gehen wir in Richtung Fenais eine steile Straße hinab und gelangen wieder fast auf Meereshöhe. Gehen ein Stück auf einem alten Weg, der sich an der Küste entlangschlängelt. Irgendwo dort verliere ich wohl meine Sonnenbrille.

Wir verlassen den schönen Küstenweg und gehen weiter die neue Asphaltstraße entlang, die nicht so kurvig ist. Da spart man ein paar Schritte - vielleicht. Bis zum Leuchtturm bei Carapacho steigt die Straße auf knappe 200 Höhenmeter an.

Der Leuchtturm lohnt sich sehr, man hat einen großartigen, teils schwindelerregenden Blick auf die Steilküste und die vorgelagteren Inseln (Ilhéu do Baixo).

Abends wird gekocht und auf der Terasse gegessen, nachdem uns Sibylle schon einen Sundowner angeboten hatte.
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