Santa Maria - Die Insel der Sonne

27. Juli 2007: Santa Maria

4.00 Uhr Aufstehen, 5.30 Uhr am Flughafen, Sonnencreme abgeben (ist zwar nicht mehr viel drin, aber die Flasche hat mehr als 100ml - au weia), 6.30 Uhr Flug nach Santa Maria, Ankunft 7.00 Uhr im Nieselregen.

Nachdem unser sehr kurzfristiger Versuch, ein Auto vorzubestellen nicht geklappt hatte, haben wir das Glück, dass die Autoverleiher ihre Schalter schon geöffnet haben. Bekommen ein Auto zu gutem Preis aber horrender Versicherungsgebühr. Naja, das wäre sicher bei dem Auto gar nicht nötig, es ist quietschgelb (= auffällig) und ein Automatic.

Fahren erstmal nach Vila do Porto hinein, aber es hat noch kein Café geöffnet. Nur vor einem Laden stehen ein paar Leute Schlange. Wir fahren bis zum Hafen, drehen um und wieder die eine von 3 großen, parallelen Straßen hoch.

Inzwischen sind 1 Bar und der Laden geöffnet. Stellt sich heraus, dass in dem Laden eine Cafe-Bar integriert ist, in der man Pasteis und Croissants bekommt.

Nach dem Frühstück geht es nach Anjos, wo ein Columbus-Denkmal steht. Offenbar wurde der Entdecker hier auf seiner Rückreise von Amerika nicht sehr freundlich aufgenommen, da man ihm zunächst nicht glaubte. Die Insel ist auch nicht nach seinem Schiff benannt, sondern wahrscheinlich nach dem Tag ihrer Entdeckung - Mariä Himmelfahrt.

Am Hafen von Anjos führt ein kleiner Fußweg ins Gelände, dem wir folgen. Ein Fischer macht uns auf die Höhle Santa Ana aufmerksam, die aber inzwischen auf den 8 km Länge mehrfach eingestürzt ist, also für uns ohne Taschenlampe ohnehin uninteressant.

Die flache Steinmauer-Landschaft am Meer erinnert mich ein wenig an Irland. Wir gehen ein Stück und drehen dann um. Es liegt sehr viel Strandgut herum.

Wir fahren einfach mal so weiter und sehen ein Schild zu einem Nationalpark. Folgen dem Schild. Die Straßen werden immer kleiner, fast wollen wir schon umdrehen. Aber die Reifenspuren sind vorhanden und ich fahre weiter. Da kommen wir überraschend doch noch zur roten Wüste. Eine Fläche so groß wie 3 Fußballfelder, die aus rotem Sand besteht. Man kann dort hindurchfahren, auf der anderen Seite geht es weiter eine Schotterpiste entlang.

Kommen schließlich wieder auf eine Straße und enden mal wieder in einer Bar und trinken Galao. Noch ein Zwischenstopp an der Fatima-Wallfahrtskirche. Die Kapelle ist gepflegt, aber die 150 Stufen sehr alt und verfallen.

Dann kommt das erste Highlight: die Baia de Sao Lourenco, mit den vielen Weinbergterassen und einem der seltenen Sandstrände. Leider ist das Licht nicht besonders und es nieselt immer wieder, aber allein die Serpentinenabfahrt hinunter ist mal wieder abenteuerlich. Wir halten uns unten ein wenig auf, fahren dann aber weiter und halten nochmals an einem Miradouro mit schönem Blick zurück. Ab und zu gibt es ein paar einzelne Sonnenstrahlen, die dann doch noch eine schöne Lichtstimmung zaubern. Weiter geht es nach Maia, einer weiteren schönen Bucht. Der Leuchtturm ist wirklich in sehr aufregender Lage über dem Meer gebaut ist. Auch hier gibt es viele Weinbergterassen und da inzwischen die Sonne herausgekommen ist, leuchtet das Meer in einem unglaublichen Türkis bis Dunkelblau.

Wir sehen dies zunächst vom Miradouro beim alten Walausguck, von wo aus man auch die verfallene Walfabrik sieht. Dort unten ist kein Mensch und man könnte dort prima baden - denke ich. Es führt auch ein (kurzer) Wanderweg dort hinunter.

Wir gehen aber stattdessen zum Leuchtturm und zurück. Dann noch ganz hinunter nach Maia, zum Ende der Bucht mit Wasserfall und Ententeich. Nette Anlage.

Wir machen noch einen Abstecher auf den höchsten Berg der Insel, wo man einen sehr schönen Blick über die Insel in alle Richtungen genießen kann.

Als letzten Punkt steuern wir Praia Formosa, den schönen Strand an. Schon von oben sieht er atemberaubend schön aus. Ebenfalls ein Sandstrand, aber größer als der von Sao Lourenco. Wieder dieses unglaubliche Türkis.

Unten angekommen die Badesachen geschnappt und ab an den Strand. Ziehe voreilig meine Schuhe aus und kann nur unter großer Mühe durch den extrem heißen Sand laufen. Mann ist das heiß.

Ab ins Wasser, das herrlich erfrischend ist. Wir verbringen die restlichen Zeit hier am Strand und fahren dann wieder gemächlich zum Flughafen.

Rückflug nach Ponta Delgada und dort noch runterschlendern zur Festa. Live-Musik, Würstchenbuden und Caipi, ein wenig "Kunsthandwerk" - fast wie bei uns.
» Nächster Tag
« Voriger Tag