Die Miradouros im Osten und Norden

26. Juli 2007: Sao Miguel

Heute also dann die Osthälfte der Insel. Nach einem Abstecher in einen Supermercado fahren wir erstmal an der Straße mit dem Schild 45% Gefälle vorbei (nur vorbei, nicht hinunter).

Zwischenstopp in Furnas, wo wir am See dabei sein können, wie gerade die Töpfe mit dem berühmten Eintopf in die brodelnden Erdlöcher (Video, 13 Sek., .3gp, z.B. Real Player) hinabgelassen werden. Insgesamt viel Rauch und Schwefelgestank und auch recht viele Zuschauer.

Weiter an der Südküste Richtung Osten. Zwischenhalt in Povoação, Galão lecker, Toilette außer Betrieb, das Wetter weiß nicht, ob es nieseln will oder nicht.

Nächste Stopps sind die beiden an der Ostküste gelegenen Miradouros (Ponta do Sossego und Ponta da Madrugada), die nicht einfach nur Aussichtspunkte auf die herrliche Landschaft und Steilküste sind. Nein, sie sind auch wunderschön angelegte Gärten mit vielen Blumen und vor allem Picknick- und Grillplätze. Wir treffen eine Familie beim Mittagschlaf unter einem dort fest installierten Pavillion an, sie liegen dort mit ihren Daunendecken und Kissen und lassen sich von uns kaum stören.

Am anderen Miradouro brennt noch das Feuer in einem der dortigen Grills. Dass ich diesen fotografieren wird mit einem Lachen quittiert.

Als nächstes suchen wir den Miradouro da Vista das Barcas, von wo aus man einen tollen Blick auf die Ponta do Arnel und den dortigen Leuchtturm haben soll. Wir finden ihn, obwohl er nur mit einem Azulejo markiert ist und nicht schon 200m vorher der übliche Hinweis kam.

Danach geht es dann wirklich Richtung Leuchtturm. Wir stellen das Auto ab und gehen die Straße mit 25% Gefälle zu Fuß zum Leuchtturm und dann auch weiter ganz hinunter zum Hafen. Dort treffen wir 2 Fischer an, die uns ihren Fang fotografieren lassen. Danach beginnt der extrem schweißtreibende Aufstieg, der bei diesem feuchten Wetter eine echte Freude ist.

Zum Ausgleich geht es nach Porto Formoso an einen der wenigen Sandstrände. Dort rollen ziemlich große Wellen herein, so dass sich nur 2 junge Männer kurz mal ins Wasser trauen. Ich stehe nur mit den Beinen im Wasser, werde aber ab und zu von einer der Wellen mitgerissen (zum Glück Richtung Strand ;-)

Danach gibt es im Strandcafé Abendessen. Der Käse ist leider verschimmelt, aber der Fisch ist lecker und die angeblich beste Mousse-au-chocolat ist ein bisschen pappig-schleimig (also nicht so luftig-locker wie üblich), aber im Geschmack o.k. Wahrscheinlich wurde auch hier Dosenmilch verwendet.

Die späte Abendsonne verfärbt die Felsen in den schönsten Farben und wir brechen auf. Am Miradouro Santa Iria halten wir noch einmal kurz an, um den Sonnenuntergang zu genießen. Die Sonne ist schnell weg und wir fahren in der Dämmerung zurück nach Ponta Delgada.
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