Kratertour: Lagoa do Fogo und Sete Cidades

25. Juli 2007: Sao Miguel

Frühstück im Café um die Ecke. Dois galoes und ein paar süße Schweinereien.

Das Wetter ist schön, aber in Richtung Fogo zeigen sich Wolken. Wir versuchen es trotzdem und fahren die kurvige Straße hinauf zum Kratersee Lagoa do Fogo.

Und wir haben Glück, sehen ihn ganz frei von Wolken und schimmernd in schönsten grün-blauen Farben. Aber es ziehen auch wieder Wolken herein, es ist ein ständiger Wechsel zwischen freier Sicht und kaum Sicht. Hier sind viele Taxifahrer und auch ein Reisebus schon unterwegs.

Da das Wetter so schön ist und Sete Cidades auch wolkenfrei zu sein scheint, entschließen wir uns, heute eher den Westen der Insel zu erkunden. An der Caldeira Velha fahren wir einfach vorbei, da dort der Parkplatz schon überfüllt ist.

Nächstes Ziel ist Capelas, wo es ein Loch im Felsen zu betrachten gibt. Es wurde extra ein monumentaler Miradouro an die Küste gebaut, damit man das Loch in aller Ruhe betrachten kann. Lustigerweise gibt es in der Mauer um den Miradouro ebenfalls ein Loch, durch das nun - nachdem ich darauf aufmerksam gemacht habe - zwei Leute das andere Loch zu fotografieren suchen.

Wir unterhalten uns noch ein wenig mit den beiden Österreichern, die wir dort antreffen. Zum Glück tummeln sich hier weder Taxis noch Reisebusse.

Weiter geht es an der Nordküste entlang Richtung Westen. Dort werden wir immer wieder auf die Nebenstraße umgeleitet, weil auf der inselumrundenden Straße gebaut wird bzw. Baumfällarbeiten stattfinden.

Wir halten an einem Picknickplatz im Grünen (ohne nennenswerten Miradourocharakter), wo wir zwei kleine Kätzchen ohne Mami finden. Relativ klar, dass sie dort ausgesetzt wurden. Unser Wasser wird gerne angenommen.

Bei Moisteros biegen wir Richtung Sete Cidades ab, um den Klassiker von Sao Miguel - den Königsblick auf einen Kratersee - zu genießen. Da der See bei entsprechender Sonneneinstrahlung in grün und blau schimmert, nennt man die beiden Teile des Sees Lagoa verde und Lagoa azul.

Vorher kann man sich noch den Lagoa de Santiago ansehen, der ganz grün schimmert. Die Vista do Rei ist heute tatsächlich sehr schön, aber es wachsen nicht so viele Hortensien wie gedacht vor dem klassischen Anblick. Ich vermute inzwischen, dass die Hortensien auf den Postkarten nicht ganz der Realität entsprechen.

Wir fahren noch zum Miradouro im Picknickgebiet Lagoa do Canario - einer der von vielen übersehen wird. Dort hat man einen fast noch schöneren Blick auf den gesamten Krater mit Lagoa azul, Lagoa verde, Sete Cidades und Lagoa de Santiago.

Es geht den gleichen Weg zurück (Video, 64 Sek., .3gp, z.B. Real Player) Richtung Moisteros, wo wir in einem Strandcafe (rosa Haus) den Schatten und Erfrischung suchen.

An der Ponta da Ferraria nutzen wir die Gelegenheit zu einem Bad im Meer, das so gar nicht erfrischend ist, da dort über 60°C heißes Thermalwasser aus dem Erdinnern austritt und den natürlichen Meerwasserpool ziemlich aufheizt. Es sind einige Leute dort und so gibt es auch ziemliches Gedränge. Für die Wintermonate muss dies aber herrlich sein.

Wir schauen noch ein bisschen die Felsformationen, Wellen und Löcher an, bevor wir zum Leuchtturm von Ginetes fahren. Dort treffen wir tatsächlich Angela wieder, die uns ihren früheren Leuchtturm auf Graciosa so schön gezeigt hat.

Da es schon wieder mal spät geworden ist, suchen wir in Feteiras ein Restaurant aus dem Reiseführer, das wir aber nicht finden. Es gibt nur ein gleichnamiges Cafe, das aber bestimmt keine Terasse mit Meerblick hat.

In Relva (Flughafennähe) werden wir fündig, aber auch dort stimmen die Angaben des Reiseführers nicht mehr. Das Lokal ist weder günstig noch gut besucht. Die (halben) Portionen sind dennoch überdimensional und gut. Es ist schon spät, daher gehts nur noch in die Unterkunft.
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