Caldeira, Levada und Sandsturm bei Capelinhos

17. Juli: Faial

Morgens der Pico frei, Fahrt zur Caldeira in der Hoffnung, dass diese auch in der Sonne liegt. Klappt nicht ganz, aber es ist ein faszinierendes Spiel zwischen Sonne und Wolken (Video, 28 Sek., .3gp, z.B. Real Player).

Fahren weiter um die Caldeira herum, durch die Inselmitte. Ueberall Hortensienhecken - es nimmt kein Ende. Finden Schilder zu einer Levada, die wir ein Stueck hinein gehen. Sehr wildromantisch immer an der alten Wasserleitung entlang. An engen Stellen sind Platten auf der Levada, damit man dort bequem weiter gehen kann. Es gibt auch eine alte Bruecke ueber eine Mini-Schlucht, bei der auf der einen Seite das Gelaender fehlt. Ein Mini-Erdrutsch hat den Weg verschuettet, aber man kann darueber klettern. Unnoetig zu erwaehnen, dass es auch hier Hortensien in Massen gibt.

Dann weiter Richtung Nordkueste. Nocheinmal zum Miradouro, von dem aus man die Ribeira das Cabras (Faja) sieht. Herrliche Farben heute, blau und tuerkis.

Fahren nocheinmal nach Praia da Faja hinab und sehen auch dort diese tollen Farben, die am Tag zuvor nicht zu sehen waren. Am Strand sehen wir auf das Meer und sehen rotbraun, gold, tuerkis und dunkelblau. Alles leuchtet in der Sonne und die Brandung traegt eine Wellen nach der anderen herein. Zum Baden ist es eindeutig zu windig, aber wunderbar. Es sind kaum bis keine Leute da.

Nach einer Weile geht es noch zum "Ende der Welt". Eine Bar auf dem Weg heisst "Bar Fim do Mundo". Zitat: "I don┤t sell coffee." Also Wasser und Kima am Ende der Welt.

Besuchen nochmals Capelinhos, das ebenfalls in ganz anderen Farben leuchtet. Der Wind ist teils so stark und die Sonne so heiss, dass kleine Tornados entstehen, die den Sand mit sich tragen. Also kleine Sandstuerme (Video, 26 Sek., .3gp, z.B. Real Player). Es gelingt mir, einen solchen Sandsturm zu filmen. Sehr beeindruckend. Einen weiteren - relativ grossen - sehen wir nur von oben direkt ueber den Meerwasserbecken. Der wirkt schon recht bedrohlich.

Gehen selbst dann noch baden. Eine sehr erfrischende Abkuehlung im tuerkisfarbenen Wasser. Es sind einige Fischer und italienische Touristen da. Ich finde die Meerwasserbecken direkt unterhalb des Lavagebietes sehr aussergewoehnlich und schoen. Hinter den Steinen ist eine irre Brandung, die zum Glueck gebrochen wird. Sehen dann noch die Polen, die wir schon vom Jardim do Triangulo auf Sao Jorge kannten. Man trifft sich hier staendig wieder. Sie haben den Pico bestiegen, von oben allerdings "nur" ein Wolkenmeer gesehen, keine der anderen Inseln.

Wir fahren noch auf einer Schotterpiste am Meer entlang und bei Varadouro auf die Hauptstrasse. Zurueck nach Horta, duschen, was zu essen suchen. Landen wegen ueberfuellter Pizzeria dann doch noch in Peter┤s Cafe Sport und essen ein Steak do Mar. Es ist affenkalt geworden und wir gehen im Stechschritt in die Residencia, damit uns wieder warm wird.
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