São Jorge: Sonnenaufgang

São Jorge: Pico da Esperança

São Jorge: Kraterseen

São Jorge: nochmal Pico

São Jorge: unterwegs

São Jorge: unterwegs

São Jorge: unterwegs

São Jorge: unterwegs

São Jorge: Fajã do Ouvidor

São Jorge: Fajã do Ouvidor

Vom Hochland zum Meer

14. Juni

Vom Hochland zum Meer

Schöner Sonnenaufgang mit Pico und Wolke.

Wanderung vom Pico de Esperança (gut 1000 m hoch) runter zur Fajã Ouvidor wieder mit Heike, Frank und Nils.

Elfi ist die Beste, rät uns zu einer Hochlandtour, weil das Wetter so schön ist. Ich wollte eigentlich gemütlich zum Leuchtturm am Nordwestende spazieren, aber die Wanderung reizt mich dann doch.

Jorge holt uns wieder ab und bringt uns bis kurz vor den höchsten Gipfel, damit die Wanderung mit Kind nicht zu lang wird.

Das Hochland ist perfekt inszeniert. Sonne, schnell ziehende Wolken, Wind in den Schneisen zwischen den Gipfeln. Ganz schön kühl hier oben.

Es geht noch ein Stück bis wir uns an den "Aufstieg" machen. Passieren einige kleine Kraterseen. Überall gibt es Moose und typische Vegetation, wo sie noch nicht durch Weideflächen zerstört wurde.

Frank geht ganz hoch, Frauen und Kinder geben kurz vor dem Ziel auf, denn die letzten Meter sind ziemlich schlecht zu gehen, noch dazu mit Kind in der Kraxe. Es ist allerdings wg. Wolken in dem Moment ohnehin kein Weitblick möglich.

Da der Schotterweg direkt 3 Meter unter uns ist, wollen wir abkürzen, was sich allerdings auf den letzten 1,5 Metern als nicht ganz trivial erweist. Ich muss all meinen Mut aufbringen, da runter zu springen, denn das zählt nun wirklich nicht zu meinen Stärken. Aber wenn man im Matsch keinen Halt findet, dann bleibt keine Wahl. Klappt dank Hilfestellung auch prima. Haben alle nasse Hintern bzw. Hosen. Trocknet ja wieder.

Weiter gehts. Trotz reinem Schotterweg ist die Strecke ganz schön zu laufen. Wir passieren hauptsächlich Weiden. Auf halber Höhe Picknick.

Später hält neben uns tatsächlich ein Jeep an und eine Frau mit amerikanischem Akzent fragt, ob wir nicht mitfahren wollen, ob wir nicht schon müde seien. Das gibt es also wirklich - keine Legende. Wir fahren aber nicht mit.

Kurz vor Norte Grande gehen wir über eine Brücke. Im Flußbett liegen Kühlschränke und andere Gegenstände. Es riecht streng. Ich schaue direkt nach unten und sehe - glaube ich - einen großen toten Hund - genauer beschreiben will ich das nicht. Tarantino hätte seine Freude dran gehabt.

Kleine Pause an der Kirche. Da keiner sich mehr detailliert an Elfis Beschreibung, wie man zu dem Eselpfad kommt, erinnern kann, sucht Frank ne Weile. Dann gehen wir einfach der Straße lang und finden zuerst den Miradouro und auch den inzwischen nicht mehr vergessenen und ganz frisch markierten Eselpfad.

Kommen dann doch recht geschafft in der Fajã do Ouvidor an. In dem Meerwasserpool im Vordergrund kann man baden. Da wir nicht so viel Zeit haben bis Jorgen uns abholt, entscheiden wir uns aber fürs Essen.

Sehr nettes Bar-Restaurante mit Blick aufs Meer. Leckeres Essen (Thunfisch). Zum Abschluss Zimtlikör - lecker. Wir lernen dann auch noch Aquardente ("brennendes Wasser" meine ich) kennen.

Mein letzter Abend bricht an und ich trinke noch Wein mit meinen Wanderern.
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